21.11.2009

Gesammeltes eines halben Wochenendtages

  • Vor dem Aufstehen schon zwei Bücher geschrieben und zwei Vorträge mit PowerPoint Präse gehalten. Im Kopf.
  • Vorm Anziehen eine Jeans geflickt.
  • Anschließend gegen offene Schranktür gerannt und diese aus dem Scharnier gehebelt. Muss geleimt werden. Besser die Tür als ich.
  • Superschnelle und superleckere Pasta Carbonara für den JE gemacht, der gleich *von eins bis eins* gen Rostock aufbricht und mit Kohlenhydraten versorgt werden muss.
  • Dabei drittes Buch geschrieben. Im Kopf. "Superschnelle und superleckere kohlenhydratreiche Ernährung für junge Leistungssportler".
  • Das Wort "Danke!" aus JE-Mund nur ganz leise vernommen. Er meint, sein guter Wille zähle mehr als Lautstärke.
  • Sich zum Gesang von *Living Doll* ein paar Euros aus dem Steiß leiern lassen. Der JE got himself a crying, walking, sleeping, talking bankomat. That's moi.

Will ich für den Rest des Wochenendes noch irgendwas machen? Nö. Bzw. nur noch was für mich selbst.

edda.

 

 

19.11.2009

Kein Nichts, gar nichts, nur

Keine Schweinegrippe, keine Katastrophen, nur viel Arbeit und viele Strickaufträge. Ich komme zur Zeit nicht zum Blogschreiben.

Aber in der kommenden Woche - da hab ich nämlich Bildungsurlaub und werde meine blaue Kladde füllen. Transkriptionen sind dann auf jeden Fall - je nachdem, ob ich einen Laptop mitnehme oder nicht - zeitnah zu erwarten.

edda.

 

09.11.2009

Trüffelschwein

Wie lieb, nett, charmant und wortgewandt kann doch der JE sein, wenn es darum geht, mir die Schokotrüffelchen, die ich zum Geburtstag bekam, abzuschwatzen.

Eigentlich völlig überflüssig - denn a.)tens steh ich nicht sooooo auf Trüffel und b.)tens landen diese Kalorien sowieso auf meinen BBP, ob er sie nun verspeist oder ich selbst.

Aber wenigstens hab ich so getan, als müsse ich mir die Pralinsche aus dem Herz reißen. Leider hat sich der JE nicht so ausgiebig an der familiären Genbank mit der Aufschrift *Schlechtes Gewissen* bedient wie andere.

edda.

 

06.11.2009

Kringel

schweinegrippem.jpg

04.11.2009

Wort des Tages

"Motivationsgezeiten" - mit herzlichem Dank an die Wortschöpferin aus Höchst! Bei mir herrscht gerade Ebbe.

edda.

 

01.11.2009

Eintracht

Wie wir da so beieinander standen in der Küche und angelegentlich eine Mahlzeit zubereiteten, die Handgriffe geübt und anstrengungslos, die Abläufe ohne jedes Einander-Im-Weg-Stehen, das Geplauder so vertraut - da hätte man beinah meinen können, wir seien das Epitom eines alten Ehepaars.

Gut, dass zehn Minuten später wieder die Fetzen flogen und sehr laute Worte gewechselt wurden. :) S'wär doch arg langweilig sonst.

edda.

29.10.2009

Mehr Gesocks

Habe soeben entdeckt, dass DerGatte sich sogar schwarze Socken gekauft hat (und diese auch in Benutzung hat), welche per Druckknopf vor dem Waschen zusammen geclipt werden können, so dass wer auch immer das Gesocks aufhängt, nicht mühsam die Pärchen zusammen suchen muss.

Muss ich sagen, dass er das Zusammenclippen leider vor dem Wurf der gebrauchten Socken in Wäschetonne und/oder Waschmaschine unterlässt? Nein, oder?

edda.

22.10.2009

Für immer jung!

HOW TO STAY YOUNG

1. Throw out nonessential numbers. This includes age, weight and height. Let the doctors worry about them. That is why you pay them.

2. Keep only cheerful friends. The grouches pull you down.

3. Keep learning. Learn more about the computer, crafts, gardening, whatever. Never let the brain idle. An idle mind is the devil's workshop.

4. Enjoy the simple things.

5. Laugh often, long and loud. Laugh until you gasp for breath.

6. The tears happen. Endure, grieve, and move on. The only person, who is with us our entire life, is ourselves. Be ALIVE while you are alive.

7. Surround yourself with what you love whether it's family, pets, keepsakes, music, plants, hobbies, whatever. Your home is your refuge.

8. Cherish your health: If it is good, preserve it. If it is unstable, improve it. If it is beyond what you can improve, get help.

9. Don't take guilt trips. Take a trip to the mall, even to the next county, to a foreign country but NOT to where the guilt is.

10. Tell the people you love, that you love them, at every opportunity.

AND ALWAYS REMEMBER :

Life is not measured by the number of breaths we take, but by the moments that take our breath away.

 

Happy Birthday to me, nachträglich :)

edda.

 

 

 

19.10.2009

Sinn des Lebens

Die Herbstferien sind vorbei. DerSohn kommt heute aus dem Bad und verkündet: "Ich hab Gel im Haar - das bedeutet, dass mein Leben wieder einen Sinn hat!".

Die Herbstferien verbrachte er als Höhlenbewohner, der sein Bett nur verließ, um zu essen, zu duschen und zum Training zu fahren - als lichtscheuer, maulfauler Misanthrop und Waldschrat.

Halleluja, nur acht Wochen bis zu den Weihnachtsferien.

edda.

 

 

18.10.2009

Für Dich!

Für den verwandtschaftlichen blog:

"Barbara Walters did a story on gender roles in Kabul, Afghanistan, several years before the Afghan conflict.
She noted that women customarily walked five paces behind their husbands. She recently returned to Kabul and observed that women still walk behind their husbands. Despite the overthrow of the oppressive Taliban regime, the women now seem to, and are happy to, maintain the old custom. Ms. Walters approached one of the Afghani women and asked, 'Why do you now seem happy with an old custom that you once tried so desperately to change?' The woman looked Ms. Walters straight in the eyes, and without hesitation said, 'Land Mines.'"

;)

edda.

 

17.10.2009

Gesocks

DerGatte hat irgendwo gehört, dass es praktisch ist, wenn mann immer nur schwarze Socken trägt, das erspare die lästige Sortiererei nach dem Waschen. Er hat das auch umgesetzt.

Leider versäumte er, schwarze Socken von immer der gleichen Sorte zu kaufen. 15 unterschiedliche Paare schwarzer Socken nach der Wäsche zu sortieren ergeben NULL Zeitersparnis! Im Gegenteil.

edda.

 

15.10.2009

Zu viel

Du weißt, dass du zu viel Korrektur gelesen hast, wenn

  • du beginnst, aus den Augen zu bluten
  • du halb-autistisch aus dem Büro schleichst und auf Fragen nur noch dösig *Häh?* antwortest
  • das Schild über dem Schlachterladen dir verkündet, dass dort "Fleisch- und Wurstwarzen" zu erstehen sind.

Häh?

edda.

 

13.10.2009

Zeitlos

Besonders seltsam berührte mich heute der Anblick eines Steinzeugbechers im Schrank der Teeküche am Arbeitsplatz. Ich entsinne mich, diesen Becher (und vier seiner Kameraden) dermaleinst anno 1994 in dieses Institut gebracht zu haben, gerade so, wie man eben gerne im eigenen Haushalt Überflüssiges in Gemeinschaftseinrichtungen ein nutzbringendes Weiterleben gewährt.

Diesen Becher habe ich gekauft so rund ums Jahr 1978, das macht ihn heute mehr als 30 Jahre alt. Dafür sieht er noch gut aus, ein wenig blasser zwar, aber nicht unansehnlich. Das Design allerdings ... ich frage mich, ob ich damals so was Scheußliches wählte, damit es zur Qualität des Haushaltes passte, den ich damals führte, ob ich beidem - Becher und Haushaltsgemeinschaft - gegenüber schlicht blind, dumm und unerfahren war oder ob das einfach der Stil der Zeit war.

Zum Glück hielt die Haushaltsgemeinschaft nicht annähernd so lange wie dieser doofe Becher.

edda.

 

 

11.10.2009

Maggi

So habe ich an diesem verschnarchten und grau-verregneten Sonntag doch noch was zustande gebracht. Außerhalb der Tatsache, dass ich die Produktion Armstulpen aufgenommen habe:

 

Zum Abendessen gab es : Karamellisierte Babymöhren, frische grüne Bohnen, Champignons mit Huhnfleisch auf frischen Bandnudeln. Und nach all dem Herumgekaspere mit Limonenzesten, Orangensenf und Koriander muss ich konstatieren: das Gewürz, welches jedem Gericht den endgültigen Schliff gibt ist die Gekörnte Brühe von Maggi.

Eat your heart out, Jamie Oliver!

edda.

 

Null Semester Anatomie

Es wird kalt - ich habe ein neues Accessoire für mich entdeckt: den Cacheur. Auch genannt: Bauchschlauch, Bauchband, Seelenwärmer, Hüftschmeichler, Bandeau, Nierenwärmer. Ich verschwinde für Stunden bei DaWanda und kann mich nicht entscheiden.

Erstaunlich an welchen Stellen Frauen ihre Nieren vermuten :o). Naja, es wird nicht schaden, auch die Ovarien ein bisschen warm zu halten.

edda.

10.10.2009

Lebensweisheiten des Jungen Erwachsenen

Heute zum Thema "Zufriedenheit".

JE sagt: "Wer zufrieden ist, hat was falsch gemacht."

edda.

 

08.10.2009

Freaks?

Und da sind sie wieder - sie kommen mindestens einmal pro Tag raus in DemForum: die Menschen, die  "so oder so schon nervliche Fraks" sind.

edda.

 

05.10.2009

Engel links, Teufel rechts

Aus der heutigen Tagespost:

"Sie überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 24 km/h. Zulässige Geschwindigkeit: 70 km/h. Festgestellte Geschwindigkeit abzüglich Toleranz: 94 km/h."

Aus der heutigen Tagespresse:

"Eine überzeugende Vorstellung bot auch der jüngste Oslebshauser, N.H.  (Jahrgang 1991), der im Schlussviertel beim Stand von 77:65 mit fünf Punkten in Folge auch die allerletzten Zweifel (...) am Sieg beseitigte."

Der JE, von dem in beiden Fällen die Rede ist, fährt zur Zeit in overdrive.

edda.

 

 

01.10.2009

Sweet Sixteen

"Die Saphirhochzeit am 16. Hochzeitstag, können nicht viele Paare feiern, denn die meisten Ehen sind schon vorher in die Brüche gegangen. Viele Paare schaffen es nicht, sich in den ersten Jahren der Ehe aneinander zu gewöhnen. Es kommt zu unüberwindlichen Differenzen, an denen eine Ehe zerbricht. Um so mehr, sollten die Paare, die Saphirhochzeit feiern, sich gegenseitig danken für all die schönen vergangenen Jahre. Es ist immer der Verdienst von zwei Menschen, wenn eine Ehe so lange hält, denn jeder muss seinen Teil dazu beitragen und bei Differenzen ab und zu geben. Die Fehler des Partners müssen akzeptiert werden, denn oft sind sie das, was den Menschen ausmacht."

edda.

19.09.2009

Und tschüß

Du weißt, dass dein Kind erwachsen ist, wenn er sich gegen 17.30 Uhr aus dem Haus verabschiedet mit den Worten: "Bis morgen dann, ich bring auch Brötchen mit."

edda.

 

Zweierlei Maß

Schon länger hatte ich den Verdacht, dass ich eigentlich mit zwei Männern verheiratet bin. Zum Beispiel, wenn der eine lang und breit ankündigt, was er gleich zu tun gedenkt, und der andere Mann sich dann erst einmal seufzend auf die Couch fallen lässt, um lange nicht aufzustehen.

Vorhin im Supermarkt: der eine Mann zieht mich weg von den Aufbauten mit Herbstgebäck (= Lebkuchen) und verkündet lauthals "Das ist vorbei, ICH darf das ja alles nicht mehr ...". Hmm, ich schon, aber okay. Der andere Mann strebt nach der Kasse schnurstracks an die Auslage der Bäckerei mit den Worten "... mal eben gucken, was der Bäcker hat....".

edda.

 

17.09.2009

Auf (Nimmer)Wiedersehen!

Au weia, böser Patzer! Als ich vorhin die Todesanzeigen im örtlichen Blättle überflog streifte mein Blick eine schwarz umrandete Anzeige mit der Überschrift "Besichtigung".

*ups*, public viewing bei Sarg-Rudi? Das wär mir jetzt neu, aber auszuschließen ist  heutzutage nichts mehr. In den USA wird sich ja gerne am offenen Sarg verabschiedet.

Aber bei uns im Dorf doch noch nicht - es handelte sich lediglich um eine Anzeige, die eine tags zuvor falsch publizierte korrigiert hat.

edda.

 

15.09.2009

Krank

Heute nachmittag bin ich mal wieder zu meiner Hausärztin gegangen. Dass sie dienstags nicht in ihrer Praxis anzutreffen ist, weiß ich und es stört mich auch nicht, denn ich brauchte nur ein Rezept für Dauermedikation und eine Überweisung.

Am Tresen angekommen sage ich brav Begehr und Namen, reiche meine Versichertenkarte zum Einlesen und werde von der Tresenkraft um die Entrichtung der Praxisgebühr i.H.v. Euro 10,- gebeten. Nö, ich habe das Hausarztmodell, gebe ich an.

Ob es das denn überhaupt noch gebe, fragt sie zurück. Warum nicht? Meine Krankenkasse hat mich nicht vom Gegenteil informiert. Nun, die Tresenkraft weiß es auch nicht. Ob ich denn nachweisen können, dass ich das HA-Modell habe und dass es noch von meiner Kasse verfolgt werde? Ich sage: "Ich habe das HA-Modell schon jahrelang hier in der Praxis. Die Unterlagen hab ich hier eingereicht." Papierlose Praxis, höre ich. Ahja.

Die Tresenkollegin meint, man könne ja mal Kollegin X anrufen, die wüsste das bestimmt. Ich schlage vor, man solle die Hotline anrufen, deren Nummer auf der Rückseite meiner KK-Karte vermerkt ist. Kollegin X geht nicht ans Telefon. Dafür geht das Praxistelefon und die Tresenkraft muss das Gespräch bedienen. Tresenkollegin schlägt nun vor, Kollegin Y anzurufen - die wüsste immer alles und auch bestimmt, ob das HA-Modell von meiner KK noch aktuell sei.

Die Hotline wird angerufen *tüdelüüüü*, der Vers wird aufgesagt, man wird weiter gestellt. *tüdelüüüü* der Vers wird nochmals aufgesagt, diesmal komplett mit meinem Namen und der Versichertennummer. Bitte warten! Nach ca. 3 Minuten ("Die wissen in ihrem eigenen Laden nicht bescheid!" sagt die Tresenkraft) die erlösende Auskunft: keine 10 Euro Quartalsgeühr. Sachichdoch!

In diesem Augenblick finde ich den anfangs gewünschten Nachweis über das in dieser Praxis angemeldete HA-Modell in Form eines Stückchens Karton mit dem Aufdruck "Hausarztkarte". Wie peinlich!

Nachdem mein Rezeptwunsch aufgenommen wurde, bitte ich noch um eine Überweisung. "Zum Psychiater, bitte, und wir alle wissen jetzt auch, warum ...."

edda.

 

11.09.2009

Tierisch!

Eben war mir so, als läse ich eine Schlagzeile über den Hundestagswahlkampf .... Na, wenn schon mit Tieren, dann doch bitte Walkampf!

edda.

 

10.09.2009

Nervensache

Ich bin heute extrem hyper angespannt und könnte den ganzen Tag k*tzen. Warum erzähl ich mit Worten des jungen Mr. S

"And this was in, I guess ’68, when there was a lot of guys from the neighbourhood goin’ to Vietnam. I remember the drummer in my first band, comin’ over to my house, with his marine uniform on, sayin’ that he was goin’ and that he didn’t know where it was... And a lot of guys went, and a lot of guys didn’t come back. And the lot that came back, weren’t the same anymore... I remember the day I got my draft notice... I hid it from my folks, and three days before my physical, me and my friends went out, and we stayed up all night. When we got on the bus to go that mornin’, man, we were all so scared... And I went... "

Heut geht mein Kind. Ich werde keine ruhige Minute haben bis er heute abend - egal mit welchem Ergebnis - zurück ist.

edda.

*edit, 15.55 Uhr - bei dem jungen Herrn S. ging die Geschichte mit den Worten ".... and I failed" weiter. DerSohn jedoch wurde T2 bemustert, d.h. eingeschränkt verwendungsfähig - wg. seiner Körpergröße kann er nicht ins U-Boot, passt nicht in den handelsüblichen Panzer und warum sie für den Film Top Gun den lütten Tom Cruise genommen haben, erklärt sich dann aucn von selbst.  Ich bin immer noch nicht amused.* 

*edit 16:35 Uhr - nun liegt DerSohn, der T2er, in komatösem Schlummer auf dem Sofa. Also, ich finde, das taugt bestimmt zu einem Posten als Schläfer beim BND :o)*

08.09.2009

Gobbel

Ich frag mich warum das Gericht, welches ich als Kind am allermeisten hasste, von mir eigenst zubereitet durchaus lecker schmeckt. Mag sein, es ist so, weil ich dem Steckrübeneintopf keine Schweinepfötchen und -schwänzchen beigegeben habe. *örks*, die sorgten bei FrauMus Steckrübenpamp nämlich immer für einen hohen Gelatineanteil, mit anderen Worten für "Gobbel".

Aus meinen Töpfen jedoch: *yam*

edda.

 

02.09.2009

Erwartungshaltung

Als ich gestern abend nach einem langen Arbeitstag gegen 21.30 Uhr nach Hause kam, riss DerSohn mir die Tür auf, machte einen einladenden Kratzfuß, strahlte mich übers ganze Gesicht an und griff nach meiner Tasche.

Leider galt diese freundliche Begrüßung weniger meiner Person als den Kuchenresten, die mitzubringen ich mittags telefonisch angekündigt hatte.

Brecht hatte schon recht mit "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral!"

:)

edda.

31.08.2009

Kindheitserinnerung

Immer, wenn ich dieses Gericht zubereite, muss ich unweigerlich an meine Kinderfreundin E. denken. In deren Familie bekamen unbotsame Kinder nämlich nicht wie bei uns *an'n Ballong* oder *an'n Baffi*, sondern man bekam *an'n Wersching*.

Ich liebe Wirsingeintopf mit Hackfleisch und Speck!

edda.

Bussi Bussi

Eben im Supermarkt, in dem die Hälfte des Jahrganges DesSohnes jobbt. Mir kommt entgegen Kollege J., genannt *Der Quasselkasper aus Frankenburg*, wirft mir per Hand einen Luftkuss zu und erzählt mir Einzelheiten aus dem Leben DesSohnes. Die ich nicht kenne. Weil DerSohn persönliche Info nur unter Folter preisgeben würde. Foltern ist verboten. Wenigstens weiß ich jetzt, warum der vor dem Training so *zeig* eine Schippe gezogen hat.

Der Quasselkasper berichtet weiter, er sei DesSohnes Klagemauer in den ersten beiden Schulstunden (Englisch) am Montagmorgen. DerSohn müsse seine Sorgen schließlich bei ihm abladen, da *seine Eltern ihm ja nicht mehr zuhören*. Ach!

Seither frage ich mich: erzählt DerSohn bei den Müttern seiner Kollegen auch so einen Kappes? Luftküsst er sie auch quer durch den Supermarkt? Wer könnte mir in diesen Dingen Auskunft erteilen?

edda.

 

29.08.2009

Kein Spaß

Ich frage mich, ob es anderen auch so geht: kaum hat frau die Spendierhosen an und geht mit dem festen Entschluss los, mal sinnlos Geld rauszuhauen, just for the hell of it, da findet sie nichts mehr.

Vermutlich begann der Plan in die Grütze zu gehen, nachdem der Friseur meines Vertrauens ("Keine warmen Farbtöne für Sie!") mir die Haare auf Kinnlänge einkürzte ("Länger sollte es nicht sein, da nehmen Sie sich was weg!") und blond strähnte. Beim abschließenden Föhnen merkte er an, dass meine Haare sich doch in den letzten Jahren "gut gemausert" hätten. Ich weiß, er wollte was Positives damit zum Ausdruck bringen, aber es ist nicht so recht geglückt. Haare sind wieder schön und ich war bereit, mehr Geld auszugeben.

Der Weg zum Shoppingziel war durch einen 10km Stau versperrt, also Planänderung. Im nächsten Shoppingcenter waren zwei Läden, die ich zu beehren vorhatte, geschlossen, die anderen beiden hatten nur wenig Auswahl. Im Buchladen war ich sehr lange und auch erfolgreich, dafür hatte die Parfümerie den Duft, den ich nach 2 Monaten Zögerns nun doch endlich heute erstehen wollte .... nicht, da er in der ganzen Region ausverkauft ist.

Soviel zu den Plänen. Ich nehm mein Buch (Ferdinand v. Schirach - Verbrechen) und les erstmal ne Runde, vielleicht fallen mir dann andere Pläne ein ;)

edda.

 

 

 

26.08.2009

Beaucoup blabla

In Deutschland kann man ja nix, außer man kann es durch einen Schein nachweisen. Mehr Schein als Sein. So bekommt das Wort Scheinstudium auch mal eine ganz neue Bedeutung.

Während meines Studiums des Faches Englisch und meiner Ausbildung war es zwar noch nicht mal notwendig, die englische Sprache in Wort und Schrift zu beherrschen, geschweige, dass jemand verlangt hätte, dass irgendeine sprachliche Kompetenz per Überprüfung nachzuweisen sei, aber das ist lange her und heute ist alles anders. Heute gibt es Bachelors und Masters und jeder noch so kleine Schritt auf der akademischen Leiter wird überprüft und damit nachvollziehbar und vergleichbar gemacht.

Ich mit meinem Studium und der anschließenden Berufserfahrung beim Großen Bruder in der NATO machen meine Sprachkompetenz einfach unvergleichlich. Dennoch muss ich sie nachweisen, um meinerseits eine Stufe der Gehaltsleiter (okay, es sind zwei Stufen!) rauf zu klettern. Ich selbst betrachte mich als C2-Kandidatin ("Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen. Kann Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen"). *hust*, das mit den Nuancen beherrsche ich manchmal in Deutsch nur äußerst mangelhaft ...., aber im online Test bringe ich  *nur* 94% zustande.  Die Dame vom online-Test ruft mich kurz darauf, leicht schnappatmend, an und bescheidet mir ebendies und eine Einstufung zwischen C1 und C2. Ich bin so ein Streber.

Mein Jodeldiplom schwarz auf weiß auf Büttenpapier mit Eichenkranz und Schärpe (= das CPE) hol ich mir dann demnächst im örtlichen Fremdsprachenzentrum. Wenn's schön macht.

edda.

 

Gottes Zoo II

Heute traf ich an der Ampel des AB-Zubringers wieder einmal Familie Lord-Helmchen: er im babyAAbraunen Anzug mit Fahrradhelm, die beiden Junggymnasiastinnen mit ebensolchen ausgestattet und Mutti, im typisch praktisch-rustikalen Mama-Outfit. Ohne Helm. Braucht Mutti keinen? Ist ihr Kopf nicht schützenswert? Der Vermutung, sie trage - wie ich - aus Eitelkeit keinen Helm stand ihre Kleiderwahl und ihre Nicht-Frisur eigentlich entgegen, aber was weiß denn ich?

So radelten sie aller ihrer Wege, ökologisch voll korrekt. Ihren Töchter das Rechtsfahrgebot zu verinnerlichen, das ist ihnen immer noch nicht gelungen. Wahrscheinlich ein klassischer Fall von "Form geht über Inhalt".

edda.

 

25.08.2009

Schützen

Wozu gibt es eigentlich Schützenvereine? Außer dafür, dass Jugendliche und Erwachsene einmal im Jahr mit Fahnen und Dschingderassabum durchs Dorf ziehen und dabei ihre potthässlichen grünen Uniformen mit dem noch hässlicheren Blechgeklimper dran zur Schau tragen, um dem Militarismus der kleinen Leute ausgiebig zu frönen?

Achja: vier Nächte lang mein Schlafzimmer mit DiscoFox vom übelsten aus dem Festzelt zu beschallen, wenn der Wind richtig steht. Bei der derzeitigen stabilen Wetterlage kein Problem.

Ich werde bis zum nächsten Schützenfest meine Einstellung zum Besitz und Gebrauch von privaten Waffen überdenken *brechreiz hab*.

edda.